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Sichtbefunde und Tastbefunde kann man nicht immer voneinander abgrenzen. Häufig machen sich auch körperliche Probleme, wie Spannungen bzw. Verspannungen des Pferdes optisch bemerkbar. Durch die systematische Untersuchung des Pferdes mit den Händen können Pferdebesitzer mögliche gesundheitliche Probleme erkennen und bei Bedarf rechtzeitig professionelle Hilfe hinzuziehen. Wichtige  Bereiche, die während einer Tastuntersuchung überprüft werden sollten, umfassen Lymphknoten, Gelenke, Puls und Herzschlag, Muskulatur sowie den Bauchbereich. Dabei ist es unumgänglich die Sichtbefunde, wie den allgemeinen Körperzustand, die Zähne etc., mit einzuschließen. Durch regelmäßige Tastuntersuchungen können Pferdebesitzer dazu beitragen, das Wohlbefinden ihrer Tiere zu erhalten und potenzielle gesundheitliche Probleme frühzeitig zu behandeln. 

Beim Abtasten eines Pferdes können verschiedene Tastbefunde gemacht werden, die auf den Gesundheitszustand des Tieres hinweisen können. Hier sind einige wichtige Punkte, die man beachten sollte:

1. Muskeltonus:
Überprüfen Sie, ob die Muskulatur des Pferdes gleichmäßig und straff ist. Verspannungen oder Schwächen können auf Verletzungen oder Erkrankungen hinweisen.

2. Gelenke:
Achten Sie auf Schwellungen, Wärme oder Schmerzen in den Gelenken. Diese können Anzeichen von Entzündungen oder Arthritis sein.

3. Haut und Fell:
Die Haut sollte glatt und ohne Wunden oder Entzündungen sein. Veränderungen im Fell, wie z.B. kahle Stellen oder eine unregelmäßige Struktur, können auf Hautprobleme oder Mangelernährung hinweisen.

4. Lymphknoten:
Vergrößerte Lymphknoten können auf Infektionen oder andere gesundheitliche Probleme hindeuten.

5. Bauchregion:
Eine sanfte Palpation des Bauches kann helfen, Anzeichen von Koliken oder anderen Verdauungsproblemen zu erkennen.

6. Hufe:
Die Hufe sollten fest und gesund sein. Achten Sie auf Risse, Überempfindlichkeit oder andere Auffälligkeiten.

Es ist wichtig, dass diese Tastbefunde von einem erfahrenen Tierarzt oder Pferdephysiotherapeuten interpretiert werden, um eine genaue Diagnose zu stellen. Wenn Sie Bedenken bezüglich der Gesundheit Ihres Pferdes haben, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wer selbst zum Experten für sein eigenes Pferd werden möchte oder bereits professionell als Therapeut, Dienstleister oder Tierarzt im Pferdebereich tätig ist, kann sich mit den eigens dafür entwickelten Ausbildungskurs zur ganzheitlichen Arbeit von Ariane Telgen und ihrem Team weiterbilden und bei Bedarf auch Zertifizieren lassen.