Jungpferde ausbilden - Mit Bodenarbeit beginnen

Das Vertrauen von jungen Pferden gewinnen

Problembeschreibung

Das vertrauen von jungen Pferden gewinnen und ihnen Freude an der Arbeit mit dem Menschen vermitteln.

Lösungsansätze

Ariane Telgen beginnt die Jungpferdeausbildung bereits vor Vollendung des ersten Lebensjahres, um die jungen Tiere so positiv wie möglich an ihre zukünftigen Aufgaben heranzuführen. Dazu gehört für die anerkannte Physiotherapeutin auch Bodenarbeit, um den beiden Fohlen die Grundlagen des Umgangstrainings zu vermitteln. Im jüngsten Beispiel von „Jack & Joey“ sollen sie dabei lernen, auf den Menschen zu achten und mitzuarbeiten, hierbei setzt Ariane auf Geduld, Wiederholungen, Konsequenz und positive Verstärkung in Form von Lob und Futter. Jeder Ansatz von Mitarbeit wird gelobt und belohnt, so dass die Tiere alle Übungen mit einem positiven Gefühl abschließen. Bei unerwünschtem Verhalten werden die Übungen so lange wiederholt, bis das Pferd die gewünschte Reaktion zeigt. Bei Grenzüberschreitungen hingegen, wie beispielsweise Tritte, ist eine umgehende Reaktion des Menschen gefragt, die dem Tier klar macht, dass so ein Verhalten nicht geduldet wird. Die Rangordnung bereits in jungen Jahren zu festigen, ist enorm wichtig, damit daraus später keine größeren Probleme entstehen.

Mit einem Parcours aus Hindernissen, Fahnen, Flatterband und Stangen, werden „Jack & Joey“ dafür sensibilisiert, sich dem Menschen anzuschließen und ihnen zu folgen. Ein wichtiger Grundstein in Sachen Erziehungsarbeit. Dabei ist auch die Haltung des Menschen relevant: Ist dieser verspannt und nervös, überträgt sich dies auf das Pferd. Daher ist es wichtig, immer genug Zeit einzuplanen, wenn man mit Aufgaben wie diesen startet. Wie unterschiedlich die Tiere diese meistern, ist gut im Video zu verfolgen: Während „Jack“ für Futter nahezu alle Aufgaben emotionslos erledigt, ist für „Joey“ der Gang über eine Fahne schon höchst stressbehaftet. Auch darauf sollte der jeweilige Besitzer Rücksicht nehmen, denn jedes Pferd lernt unterschiedlich schnell. Daher sollten sich die angesetzten Aufgaben unbedingt an den Stärken und Schwächen des jeweiligen Jungtieres orientieren.